Jagdhunde: Stark und ausdauernd

08.08.2016, 09:00 Uhr

Von Ute Eschenbacher

WALDHÜTTE. „Wir Jäger brauchen wesensstarke Hunde“, sagt Harald Höhn. „Denn Jäger können keine Hunde haben, die Angst haben.“ Familienfreundlich, kinderlieb und trotzdem wildscharf müssen sie sein, die besten Kameraden des Jägers. Damit das so bleibt, dafür sorgt der Jagdgebrauchshundeverein Oberfranken.

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Seine Gründung vor 50 Jahren feierte der Verein am Sonntag an der Waldhütte mit den Jagdhornbläsern und einer Hundeschau. 1966 von acht Mitgliedern gegründet, zählt der Jagdhundeverein heute 230 Unterstützer.

Gute Anlagen fördern

Dieser versteht sich vor allem als Prüfungsverein: Er will die guten Anlagen der Hunde fördern und erhalten. Dabei geht es nicht nur um das formgerechte Aussehen, sondern um das zuverlässige Erledigen jagdlicher Aufgaben. Ob der Jagdhund den Anforderungen genügt, zeigt sich bei den Leistungsprüfungen, die der Verein abnimmt. Denn das Jagdgesetz schreibt vor, dass nur ausgebildete Hunde zur Jagd zugelassen sind. „Je nach Art der Jagd, setzt der Jäger den entsprechenden Hund ein“, erklärt der 65-jährige Vorsitzende. Die einen Hunde wühlen in der Erde und stöbern Wild auf, die anderen verfolgen Schweißspuren, apportieren oder werden als Vorsteherhunde eingesetzt. Seine eigene Hündin leistet Höhn treue Dienste bei der Suche nach Rehkitzen, um sie vor dem Mähtod zu bewahren.

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Ausbildung beginnt im Welpenalter

Die Ausbildung eines Jagdhundes beginnt bereits im Welpenalter. Nach der Stubendressur übt der Hund Gehorsam. „Dabei nutzt man die Prägungsphasen, die der Hund durchläuft“, schildert Höhn. „Ein Jäger braucht einen Hund mit einem starken Charakter, der sich in Feld, Wald und Wasser bewährt. Er darf weder aggressiv noch ängstlich sein.“ Der Hund lerne zum Beispiel, Fährten zu lesen, um das Wild aufzuspüren. Bei Wildunfällen nutzen Jäger ihre Hunde, um verletztes Wild aufzuspüren. „Ein guter Hund arbeitet mit seinem Hundeführer uneingeschränkt zusammen“, erläutert Höhn, der seit 1967 zur Jagd geht und seit 1988 oberfränkischer Vorsitzender des Jagdgebrauchshundevereins ist. Höhn hatte schon sieben Hunde. „Sie waren alle meine Kameraden“, sagt er. Am liebsten sind ihm Deutsche Drahthaar-Hunde wie seine Gusti. Vorgestellt haben die Jäger zudem den Ungarischen Vorstehhund, Weimaraner, Münsterländer und Setter. Sie stellen die Beute und verharren vor ihr, bis der Jäger kommt. Eine Tiroler Bracke zählt zu den jagenden Hunden. Teckel, Border und Fox Terrier, die fleißig die Erde und Bauten durchpflügen, wurden ebenfalls gezeigt.

Höhn: Leistung nicht vernachlässigen

Die Prüfungsordnung wird zwar vom Gesetzgeber vorgegeben. Der Jagdgebrauchshundeverein bildet jedoch nicht nur aus, sondern er sortiert auch aus. Das kann manchmal problematisch werden, wenn Hundebesitzer gerne züchten wollen, die Richter jedoch etwas dagegen haben. Eine „Schönheitszucht“ lehnt der erfahrene Ausbilder und Prüfer Höhn ab. „Wenn die Leistung vernachlässigt wird, folgen meistens Kompromisse beim Wesen, die oftmals körperliche Mängel zur Folge haben.“

Ruhig, belastbar und schlau

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Stark, ruhig und belastbar – so sollte ein idealer Jagdhund sein. Und mutig: Er muss Laut geben, wenn er Wild entdeckt und darf keine Angst zeigen. Zu dem Einwand von Tierschützern, dass Jagdhunde von manchen Jägern regelrecht scharfgemacht werden, sagt Höhn: „Scharfmachen und Hetzen sind heutzutage längst vorbei.“ Früher jedoch habe es das gegeben, zum Beispiel „Härtetests“ mit Katzen: Die Hunde haben dabei den Katzen das Genick gebrochen. Mittlerweile seien solche Prüfungen undenkbar. „Was zählt, sind die Intelligenz und der Finderwille des Hundes. Eine übertriebene Wildschärfe können wir nicht gebrauchen.“

Hunde können sich bei der Jagd verletzen

Doch bei einer Jagd kann auch der Hund zum Opfer werden. Denn die Verletzungsgefahr ist teilweise groß, zum Beispiel wenn der Hund das Tier auch über Straßen hinweg verfolgt. „Unfälle passieren leider immer wieder“, bestätigt Höhn, daher sei es umso wichtiger, dass der Hund gehorcht.

Als sein Hund eines Tages einen Hirsch bis ins Wasser verfolgte, hätte dieser ihn beinahe mit dem Huf erschlagen. Und der Terrier seiner Tochter sei kürzlich von einem wehrhaften Dachs am Hals verletzt worden. Er wurde dann in eine Tierklinik gebracht und kämpfte ums Überleben. Andere Hunde treten in Glasscherben oder stoßen sich an anderem Unrat, der im Wald herumliegt. Ein anderer Hund von Höhn verausgabte sich einmal so sehr bei einer Jagd, dass er hinterher einen Herzfehler hatte. „Er bekam einen Herzschrittmacher.“

Jagdhunde zum Anfassen

50 Jahre – Jagdgebrauchshundevereins Oberfranken
JGV KU Oberfranken
Ab 14 Uhr  werden die unterschiedlichen Jagdhunde-Rassen vorgestellt und die Arbeit der Hunde gezeigt.

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Die Jagdhornbläser des JJV Kulmbach umrahmen die Veranstaltung. Der Jägerverein und das Wildlandmobil mit den heimischen Wildarten sind vor Ort und somit gibt es für Kinder viel zu sehen und zu erleben.

Für Bewirtung durch die Waldhütte ist gesorgt und schon der Mittagstisch wird reich gedeckt sein.

Datum: So, 07.08.2016
Ort: Waldhütte, 95488 Eckersdorf

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

am Freitag, 08. April 2016 um 19 :00 Uhr im Gasthaus Räther in Oberzettlitz bei Kulmbach.

 

Tagesordnung :

 

  1. Begrüßung und Totenehrung durch den 1. Vorsitzenden
  2. Jagdsignal « Jagd vorbei » und « Halali »
  3. Verlesung und Genehmigung des Protokolls der JHV 2015
  4. Tätigkeitsbericht des 1. Vorsitzenden
  5. Kassenbericht des Schatzmeisters
  6. Bericht der Kassenrevisoren
  7. Bericht des Prüfungsleiters
  8. Entlastung der Vorstandschaft
  9. Ehrungen (lt. Ehrenordnung vom 15.03.1981)
  10. Informationen zur Gruppen-Hundeversicherung
  11. Beschlussfassung über die schriftlich eingegangenen Anträge
  12. Veranstaltungen im Geschäftsjahr 2016
  13. Wünsche und Anträge

 

Anträge sind mindestens eine Woche vor der Hauptversammlung beim Vorstand schriftlich einzureichen.

Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung hat jedes Mitglied Antrags- und Stimmrecht, jedoch nur, soweit es seine Beitragspflicht erfüllt hat.

 

 

Harald Höhn
Vorsitzender

Schlagschutzwesten für Jagdhunde

Mitglieder und Freunde sind beim Nordfränkischen JGV Baunach e.V. eingeladen sich über Schlagschutzwesten für Jagdhunde von www.sausicher.de zu informieren.


ORT
Gasthof Haarther Keller
Kellerweg 22, 96253 Untersiemau,
09565-61 51 450, www.haarther-keller.com

Datum
Sonntag, 06.03.2016

Weitere Informationen finden Sie im Folgenden.


 

Liebe Mitglieder des Nordfränkischen JGV Baunach e.V.,

an unserer HV am Sonntag, dem 6. März wird uns der Hersteller www.sausicher.de von Schlagschutzwesten für Jagdhunde besuchen.

Er wird ab ca. 16 Uhr seine Produkte vorstellen, Fragen beantworten und bei Kaufinteresse den Hund vermessen.

Es werden ca. 20 Maße direkt an ihrem Hund vor Ort genommen.

Bei Interesse bitte ich um kurze Rückmeldung nordfraenkischer-jgv@gmx.de und dann am 6. März den Hund mitbringen!

Gerne kann die Einladung auch an andere Interessierte weitergeleitet werden.

Bitte keine Hunde im Lokal!


Hier noch mal die Info zum Hersteller: www.sausicher.de

Test von Schlagschutzwesten in der Zeitschrift Wild und Hund Heft 24 im Dezember 2015:

„aus mehreren Elementen zusammengefügt wird, ist eine große Auswahl an Farbkombinationen möglich. Ein großer Vorteil, gerade wenn mit mehreren Hunden gejagt wird. … Bis ins Detail durchdacht … deutlich mehr als nur eine praxistaugliche Alternative zu den seit Längerem etablierten Produkten der Mitbewerber.“


 

Sonntag, 06.03.2016 im Gasthof Haarther Keller

 

Kellerweg 22, 96253 Untersiemau, 09565-61 51 450, www.haarther-keller.com


 

(Bitte fahren sie an der B4 Ausfahrt Creidlitz/Triebsdorf raus, dann Ri. Triebsdorf, immer auf der abknickenden Vorfahrtsstraße bleiben weiterfahren bis Ortseingang Haarth, dort ist der Haarther Keller nach rechts ausgeschildert).

Ergebnis der VJP 2015

Unsere Verbandsjugend-Prüfung (VJP) hielten wir am 19.04.2015 ab.

Bei sonnigem Wetter trafen wir uns um 8:00 Uhr am Hundeweiher in Langenstadt.

Um diese Zeit war es noch sehr kalt, um 2 Grad, was sich aber bei langsam steigenden Temperaturen bis auf 20 Grad zu Mittag erwärmte.

Von Langenstadt aus fuhren wir in das Revier Mainleus, das uns dankenswerter Weise Herr Dieter Pöhlmann zur Verfügung gestellt hat. In den Mainauen wurden dann die Schussfestigkeit, die Suche, das Vorstehen und die Hasenspur geprüft. Bei sehr gutem Besatz an Federwild und guten Besatz an Hasen war es kein Problem die Prüfung durchzuführen. Die einzige Schwierigkeit beim Vorstehen war der ständig drehende, leichte Wind.

Mein Dank gilt auch den drei Verbandsrichtern, Herr Günter Chemnitzer, Frau Heike Fillweber und Herr Klaus Lenke, die sich für die Prüfung den Sonntag freigehalten haben.

 

Das Ergebnis der VJP:

Coachmann´s Wild Rose, GS, 14/046, gew. 28.04.2014

F:  Silke Oberndorfer, 75 P.,?

Coachmann´s Violett, GS, 14/018, gew. 22.02.2014

F:  Anja Schöffel, 70 P.,?

Coachmann´s Wonderful Valentina, GS, 14/045, gew. 28.04.2014

F:  Michael Mickisch, 62 P.,?

Erfolgreiche BTR des JGV Oberfranken

Glückwunsch an die erfolgreichen Gespanne (v.l.n.r.) Reinhard Schuberth mit DK Gajus vom Moosbach, Richter Harald Höhn, Richterin Silke Oberndorfer, Stefan Tasler mit DD Dana vom Dornengarten, Richter Klaus Lenke, und Michael Kolanus mit DD Anni vom Birkenhügel „Maja“